When you like De La Soul, you will love United States of Audio. Solid Steel Radio Show will swing into the Weekend
Das unentdeckte Land
Ja, und dann kam die Wende, die verlassenen Strassen und Häuserblocks im Ostteil Berlins und das unentdeckte Land der elektronischen Tanzmusik.
Und da fällt es mir wirklich schwer einzelne Musiker, DJs oder Tracks herauszunehmen, da es wirklich die Gesamtheit der Musikszene war, die mich mitgerissen hat. Von House über Trance, Techno zu Gabba, Jungle oder welcher-Beat-auch-immer. Es war der Wahnsinn! Wenn ich deutlich jüngeren Bekannten von damals erzähle, fangen meine Augen an zu strahlen und ich rede mich geradezu in einen beseelten Eifer, dass schon mal die Bezeichnung: “Zeitzeuge” fällt. Diese Auszeichnung trage ich in diesem Zusammenhang mit Ehren.
Und Mayday und Love Parade waren in diesen Zeiten am ehsten das, was die musikalische und stilistische Vielfalt der Szene zum Ausdruck brachte. Ein buntes Treiben, das sich durch die Straßenschluchten der Großstadt wälzte oder die riesige Hallen für 16 Stunden in dröhnende Maschinenräume verwandelte. Und mit Straßen der Großstadt meine ich noch den Ku’damm und nicht den Tiergarten. Während der Love Parade mussten die Kinos schließen, weil die Bässe bis ins tiefste Innerste der Gebäude durch drangen. Und wegen der Hitze haben die Anwohner Badewannen mit Wasser gefüllt und aus der vierten Etage auf die Tanzenden hinabgeschüttet.
Es gab eigene Zeitschriften wie die Frontpage und Radiosendungen wie Steve Mason Experience auf BFBS London, die wir auf Kassetten (!!!) mitschnitten. Die Clubs waren herrlich. Selbst gemacht. Irgendwo. Machesmal kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wo das einst gewesen war. In irgendwelchen leerstehenden Gebäuden im Keller. Montags-, Dienstags, Mittwochsbar usw.. Oder Planet, E-Werk, Tresor oder Bunker, um die bekannteren zu nennen.
Es war für mich mit Sicherheit die nachhaltigste Musikerfahrung, die mich bis heute begleitet. Denn ohne elektronische Musik und vor allem die daraus entstandenen Fusionen und die musikalische Experimemtierfreudigkeit wäre mein Leben öde und langweilig. Und die Musikszene heute wäre um einiges ärmer.
Udn allein wenn ich mir jetzt die alten Playlisten ansehe, denke ich immer wieder: “Wow, was für geniale Musik das ist.” und darum schiebe ich gleich mal spontan ein paar hier rein.
Zum Beispiel von der Interference Compilation.
Oder so ein typischer Song, den ich bis heute mit der Steve Mason Experience verbinde:
Und vor allem war es auch mit viel Spaß verbunden, so dass dieser Track eigentlich nicht fehlen darf:
Ein paar Bands und Tracks muss ich dann doch noch hervorheben. In den folgenden Einträgen.
Da war er wieder der Kinderheitstraum: Astronaut werden!
Das ist ja wohl mit Abstand das beste Image-Video, das sich ein Unternehmen wünschen kann.
Am 12. Mai im Festsaal Kreuzberg ist die Release Party der neuen Ofrin “The Bringer”. Von den jazzigen Anfängen - ich sah sie zuerst vor Jahren im Quasimodo - hat sich die Band zu einer tanzbaren Electro-Combo gewandelt. Erinnert - wenn auch weniger experimentell - wie Emika.
Die neue Scheibe von Ghostpoet gibt es jetzt beim Guardian exklusiv im Stream. Sie kommt düster daher. Großartig! Und er ist auf Tour. Am 8.5. im Berliner Lido. Hingehen!
Das Magazin für die urbane Boheme ist da und online. Und ich durfte einen bescheidenen Beitrag dazu leisten. Über Berlin und sein Wanken zwischen Provinz und Metropole. Enjoy it!
Tricky is coming! Und er kann die Erwartungen eigentlich nicht unterbieten, denn er liefert das, was wir von Tricky haben wollen. Düstere Klänge, entrückende Vocals, treibende Beats. Was soll man dazu sagen? Lovely!
The Beastie Boys are planning a memoir commemorating their music and career, but it won’t be a straightforward narrative-style remembrance. Instead, surviving members Mike D and Ad-Rock plan to create a loosely structured oral history featuring a mix of their voices, outside contributors and images, cut through with their characteristic irreverent humor.
Das ist feiner Rock’n’Roll. Wachst die Frise und ab aufs Parkett bis die Sohle qualmt.
Heute gibt es lauter neue tolle Videos. So auch von Bonobo vom neuen Album “The Northern Borders”. “First Fires” ist zwar nicht so psychopathisch veranlagt wie das Video von Junip, aber man ist doch geneigt, sich in dieser Frühlingsstimmung andere Musikvideos ansehen zu wollen. Aber dennoch: tolles Lied. Insbesondere Gastsänger Grey Reverend. Daumen hoch!